8.  Das letzte Ziel der Evolution

Wer deine (D)Lippen sieht, verspürt den Drang zu (A#)küssen
Wer deine
(Em)Äuglein sieht, ist (A7)umgehend ver(Dmaj7)lorn (A7)
Ich
(F#7)will und kann mit dir nicht viel be(Hm)sprechen
Weil
(B°)Deine Blicke (E7)tief ins Herz mir (A7)stechen(A9)
(Em)Seit es dich (A7)gibt, fühle ich (D)mich wie neuge(Hm)born
Seit es dich
(Em)gibt, fühle ich (Asus)mich wie (A7)neuge(D)born (A7)

Bei mir zu
(D)haus möcht ich dich gerne (A#)haben
Ich
(Em)hab sogar die (A7)Küche aufge(Dmaj7)räumt (A7)
Ich
(F#7)möcht nur noch an deinen Lippen (Hm)nippen
Und auch
(B°)niemals mehr an (E7)andren Nippeln (A7)zippeln (A9)
Von
(Em)dir hab ich die (A7)ganze (D)Nacht ge(Hm)träumt
Von
(Em)dir hab ich die (Asus)ganze (A7)Nacht ge(D)träumt (A7)

Auch
(D)andre Mütter haben schöne (A#)Töchter
Auch andre
(Em)Väter sind von (A7)ihren ganz ver(Dmaj7)zückt (A7)
Doch wer
(F#7)dich sieht, ist völlig aus dem (Hm)Häuschen
Denn du
(B°)bist ein ganz be(E7)sonders süßes (A7)Mäuschen(A9)
Von
(Em)deiner Schönheit (A7)ist die ganze (D)Welt be(Hm)glückt
Von deiner
(Em)Schönheit ist die (Asus)ganze (A7)Welt be(D)glückt

Du
(D)warst bestimmt ein ganz ganz süßes (A#)Baby
Ich wette,
(Em)and're Babys (A7)warn von dir ent(Dmaj7)zückt (A7)
Kein
(F#7)Wunder wenn sich schon im Kinder(Hm)garten
Viele
(B°)kleine (E7)Jungen um dich (A7)scharten (A9)
Nach
(Em)deiner Schönheit (A7)ist die ganze (D)Welt ver(Hm)rückt
Nach deiner
(Em)Schönheit ist die (Asus)ganze (A7)Welt ver(D)rückt

Du
(D)warst bestimmt die Schönste in der (A#)Schule
Und die
(Em)Lehrer haben (A7)nachts von dir ge(Dmaj7)träumt (A7)
Auf
(F#7)deinem Zeugnis glänzten die Zen(Hm)suren
Denn kein
(B°)Lehrer nahm's ge(E7)nau mit Korrek(A7)turen (A9)
Seit
(Em) dir hat (A7)niemand mehr den (D)Unterricht ver(Hm)säumt
Seit dir dir hat
(Em)niemand mehr den (Asus)Unter(A7)richt ver(D)säumt

Für (D)deine Schönheit find ich kaum noch
(A#)Worte
Ich fürchte,
(Em)bald fällt mir kein (A7)Reim mehr (Dmaj7)ein (A7)
Du
(F#7)hast die allenschönsten Lungen(Hm)flügel
Und auch
(B°)hinten einen (E7)schön geschwungnen (A7)Hügel (A9)
(Em)Du bist viel zu (A7)schön um (D)wahr zu (Hm)sein
Du bist
(Em) viel zu schön um (Asus)wahr zu (D)sein

Deine (D)Schönheit muss ich früh und spät be
(A#)singen
Der
(Em)Sänger ist die (A7)Zunge der Na(Dmaj7)tion (A7)
Nach
(F#7)dir kann es nichts schöneres mehr (Hm)geben
(B°)Ohne dich (E7)lohnt es nicht zu (A7)leben (A9)
Ja, du
(Em)bist das letzte (A7)Ziel der (D)Evolu(Hm)tion
Du bist das
(Em)letzte Ziel der (Asus)Evolu(D)tion


Die (D)Evolution ist nun am (A#)Ende
Jeder
(Em)Schönheitswettbe(A7)werb ist abge(Dmaj7)sagt (A7)
Seit es
(F#7)dich gibt, braucht sich niemand mehr be(Hm)werben
Einmal so
(B°)schön wie du, da(E7)für wolln andre (A7)sterben(A9)
(Em)Seit es dich (A7)gibt, bist nur noch (D)du ange(Hm)sagt
Seit es dich
(Em)gibt, bist nur (Asus)du noch (A7)ange(D)sagt (A7)


Ja, die (D)Evolution - wie ich schon sagte - ist am (A#)Ende
Das sieht ein
(Em)jeder, der bei (A7)Sonnenschein dich (Dmaj7)sieht (A7)
Von deiner
(F#7)Schönheit ist die ganze Welt ge(Hm)blendet
Der
(B°)Plan der Schöpfung (E7)ist mit dir voll(A7)endet (A9)
(Em)Und zu Ende (A7)geht auch dieses (D)schöne (Hm)Lied
Und zu
(Em)Ende geht auch (Asus)dieses (A7)schöne (D)Lied


 9.  Gemüse verschafft dem Leib Genüsse


(A#)Gemüse, Gemüse
Ver (F)schafft dem Leib Ge (A#)nüsse
Und isses auch nicht süße
Ge(F)sund ist das Ge(A#)müse!

Ra(D#)dieschen, Radieschen
Du (A#7)bist ein scharfes (D#)Lieschen
Dein Kleid ist rot, dein Haar ist grün
Du (A#)hast nicht sehr viel (D#)anzuziehn

Ach (G#)Möhre, ach Möhre
Du (D#)bist 'ne freche (G#)Göre
Dein Haar ist grün, das ist dein Spleen
Auch (D#)du hast nicht sehr viel (G#)anzuziehn

Oh (C#)Gurke, oh Gurke,
Du (G#)bist ein langer (C#)Schurke
Von Kopf bis Fuß gehst du in grün
Du (G#)grünst bevor die (C#)Wiesen blühn

Ach (F#)Rübe, ach Rübe
Du (C#)bist 'ne kesse (F#)Type
Wer dich ist, der bleibt gesund
Drum (C#)nimmt man dich gern (F#)in den Mund

Oh (H)Zwiebel, oh Zwiebel
Du (F#)bist ein kleiner (H)Rüpel
Ganz in Weiß bist du gekleidet
Das (F#)Auge tränt, wenn (H)man dich schneidet

Oh (E)Knoblauch, oh Knoblauch
So (H)scharf ist, was in deinem Bauch
Auch du so weiß gekleidet bist
Der (H)Mund riecht stark, wenn (E)man dich isst

Kar(A)toffel, Kartoffel
Du (E)hast keine Pan(A)toffel
So blass und grau ist deine Pelle
Und (E)scheint die Sonne (A)noch so helle

To(D)mate, Tomate
Du  (A)hast keine Kra(D)watte
Wer in dich beißt, der sag's beizeiten
(A)Denn das spritzt nach (D)allen Seiten

Oh (G)Sauerkraut, oh Sauerkraut
Manch (D)einer legt sich's (G)auf die Haut
Doch wenn man's auf der Zunge hat
Dann (D)kitzelt es, dann (G)wird man satt

Oh (C)Spargel, oh Spargel
Dich (G)kauft man ein mit (C)Bargeld
Wer dich ist, wird niemals dick
Es (G)heißt, du bringst den (C)Mädchen Glück

Ge(F)müse, Gemüse
Ver(C)schafft dem Leib Ge(F)nüsse
Und isses auch nicht süße
Esst (C)trotzdem viel Ge(F)müse!


 10. Das Ende der Begierden

  Der (F#m7)Tod! Der (D)Tod!
  Der (F#m7)Tod ist das Ende der Begierden
  Das (D)Ende der Be(C#)gierden ist der (F#m7)Tod

Doch (F#m7)noch bin ich am Leben, muss mich quälen
Muss früh am Morgen schon Kartoffeln schälen
Muss Kar(D)toffelmus rühren, mit Ge(F#m7)müse verzieren
Und darf die (D)Pfanne dabei nicht aus dem (F#m7)Auge verlieren
Ich muss (D)brutzeln, ich muss braten
Darf, was ich (F#)sonst tu', nicht verraten
Ich mach (D)alles ganz genau
Wie meine (F#m)Vorgänger es taten
Ich bin (Hm)Koch in der Betriebskan(F#m7)tine
Und von dem (Hm)Geld, das ich in der Kantine ver(F#m7)diene
Kaufe (G#7)ich mir eine Apfel(C#)sine

Jedes (F#m7)Körperteil an mir ruft: Lass mich laben
An des Lebens köstlich zarten Gaben
Lass mich (D)riechen, lass mich schmecken
Lass mich (F#m7)saugen, lass mich lecken
Lass mich (D)schlucken, lass mich nuckeln
Lass mich (F#m7)knabbern, lass mich sabbern
Lass mich (D)lutschen, lass mich knutschen
Lass mich (F#m7)fummeln, lass mich pummeln
Lass mich (D)essen, lass mich (F#m7)fressen
Denn das (D)hilft mir dabei den (F#m7)Tod zu vergessen

Geist und (F#m7)Seele rufen ständig: Lass uns baumeln
Lass durch verwegene Gedanken uns taumeln
Denn durch (D)sinnieren und philoso(F#m7)phieren
Unter(D)scheiden wir uns von (F#m7)Tieren
Lass im (D)Denken uns versenken
Und in (F#m7)Selbsterkenntnis ertränken
Voll Er(D)leuchtung und KontempelaF#m7)tionen
Denn (D)dabei kann man seine Knochen (F#m7)schonen
Ich bin (Hm)Koch in der Betriebskan(F#m7)tine
Und von dem (Hm)Geld, das ich in der Kantine ver(F#m7)diene
Kaufe (G#7)ich mir eine Apfel(C#)sine


 11. Das Waschmaschinenabdeckhäubchen

Das (Hm)Leben, das Leben ist ein Nehmen und Geben
(F#7)Sagt der Indianer - und (Hm)raucht
Es gibt Dinge, die muss es geben
Das sind (F#7)Dinge, die jedermann (Hm)braucht

Die (E)Handtuchhalterungs(Hm)putzgarnitur
Nimmt kaum (E)Platz ein und sieht auch schön (Hm)aus
Die (E)Klobeckenumpuschelungs(Hm)matte
Wärmt den (E)Fuß und sieht auch schön (Hm)aus
Und das (E)Waschmaschinenabdeck(Hm)häubchen
Schützt vor (E)Staub und sieht auch schön (Hm)aus

Das (Hm)Leben, das Leben steht Kopf wie die Zahnpastatube
(F#7)Sagt der Indianer - und (Hm)raucht
Nicht nur im Bad, nein auch in der Stube
Gibt es (F#7)Dinge, die jedermann (Hm)braucht

So ein (E)Video(Hm)kassettenregal
Das hält (E)Ordnung und sieht auch schön (Hm)aus
Aus (E)Holz die Fernbedienungs(Hm)ablage
Schafft (E)Übersicht und sieht auch schön (Hm)aus
Doch  im(E) Bad das Waschmaschinenabdeck(Hm)häubchen
Ist die (E)Krönung in jedem (Hm)guten Haus

Das (Hm)Leben, das Leben hat unangenehme Gerüche
(F#7)Sagt der Indianer - und (Hm)raucht
Wie in der Stube, so in der Küche
Gibt es (F#7)Dinge, die jedermann (Hm)braucht

Ein (E)Topf- und Bratpfannen(Hm)aufhängeboard
Ist so (E)praktisch und sieht auch schön (Hm)aus
Eine (E)Wischpapierrollenverkleidung aus(Hm)Chrom
Ist so (E)praktisch und sieht auch schön (Hm)aus
Doch im (E)Bad das Waschmaschinenabdeck(Hm)häubchen
Dafür (E)rückt man gern sein letztes Geld her(Hm)aus

Das (Hm)Leben, das Leben ist nutzloses Warten
(F#7)Sagt der Indianer - und (Hm)raucht
In der Garage und im Garten
Gibt es (F#7)Dinge, die jedermann (Hm)braucht

Das (E)Winterreifenaufbe(Hm)wahrungsgestell
Schont die (E)Reifen und sieht auch schön (Hm)aus
Das (E)praktische Rasenmäher(Hm)bremmsklotzset
Bringt Sicher(E)heit und sieht auch schön (Hm)aus
Doch im (E)Bad das Waschmaschinenabdeck(Hm)häubchen
Dafür (E)rückt man gern sein letztes Geld her(Hm)aus

Man soll im (Hm)Leben, im Leben sich nicht so sehr einschränken
(F#7)Sagt der Indianer - und (Hm)raucht
Doch man sollte auch andere beschenken
Mit (F#7)Dingen, die jedermann (Hm)braucht

Über den (E)selbstgestrickten Klopapier(Hm)rollenbezug
Freut man sich (E)sehr, denn sowas sieht doch schön (Hm)aus
Und die (E)selbstgenähte Tischstaubsauger(Hm)tragetasche
Vergisst man (E)nie, denn sowas sieht so schön (Hm)aus
Doch im (E)Bad das Waschmaschinenabdeck(Hm)häubchen
Ist die (E)Krönung in jedem (Hm)guten Haus

Von diesem (Hm) Leben, dem schönen Leben und all diesen Dingen
(F#7)Sagt der Indianer - und (Hm)raucht
Könnte ich ewig noch (Hm)singen
Von all den (F#7)Dingen, die jedermann (Hm)braucht


 12. Lustig blinkt das Lämpelein

Ihr ahnt es nicht, ihr glaubt es kaum
Auch ich hab einen großen Traum
Und wird er war, so bin ich reich
Warum, verrate ich euch gleich

Die Welt ist schlecht und ungerecht
Wenn man von Hand die Wäsche wäscht
Man schruppelt auf dem Waschbrett rum
Die Finger werden weich und krumm

Ich hab erfunden ein Gerät
Mit dem das von alleine geht
Doch nicht nur, dass sich drin was dreht
Von selbst das Ding um Wäsche fleht

Liegt irgendwo ein Hemd umher
Kommt das Gerät von selber her
Und greift danach und saugt es ein
Gar lustig blinkt sein Lämpelein

Es rollt, wohin es rollen kann
Und schaltet die Sensoren an
Und sucht und findet überall
Noch Socken und den Overall

Im Bett sogar den Schlafanzug
So füllt das Ding sich Zug um Zug
Und all das macht es ganz allein
Gar lustig blinkt sein Lämpelein

Hat es gewaschen alles dann
Läuft ganz von selbst die Schleuder an
Es spült und schleudert noch einmal
Ich weiß, ihr denkt das ist normal

Doch mein Gerät ist besser noch
Es stopft dabei das Sockenloch
Dann rollt es raus zur Wäschelein
Gar lustig blinkt sein Lämpelein

Hängt auf die Wäsche wohlsortiert
Denn jedes Teil hat's nummeriert
Und fehlt ein Kopf, wird's angenäht
Ja, all das kann mein Waschgerät

Und bläst von selber, ist kein Wind
Bis alle Sachen trocken sind
Und sammelt alles wieder ein
Gar lustig blinkt sein Lämpelein

Dann bügelt es die Hemden glatt
Und legt die Hosen Naht auf Naht
Und schiebt dann alles blitzeblank
Von selbst in meinen Kleiderschrank

Damit umsonst nicht mein Talent
Gemeldet schon ist das Patent
Dann bringt es Schein um Schein mir ein
Wo lustig blinkt sein Lämpelein

Am Abend sitz beim Nachbarn ich
Das Bier steht auf dem Gartentisch
Und seine Frau, die schindet sich
Ihr Wäschekorb erinnert mich

An meine Wunderwaschmaschin
Von ihr sofort erzähl ich ihm
Wie sie dies alles macht allein
Und blinkt mit ihrem Lämpelein

Herr Nachbar hört geduldig zu
Auch seine Frau kommt nun zur Ruh
Und setzt sich an den Tisch mit ran
An dem noch hockt manch andrer Mann

Und als ich endlich fertig bin
Stellt er die leere Flasche hin
Und sagt: Ach, Schatz, kannst bringen mir
Noch eine volle Flasche Bier

Und als sie dann im Treppenhaus
Sagt er: Das macht ihr gar nichts aus
Sie wollte sowieso grad hoch
Die Küche muss sie putzen noch

Und wenn sie wieder runterkommt
Bringt sie zur Tonn den Abfall prompt
Und auf den Tisch das Bier sie stellt
Sie ist ein Weib, das Gott gefällt

Und wärest du ein frommer Mann
Dann stelltest du dich nicht so an
Und tätest, was ein Jeder tut
Such dir ne Frau und dann ist's gut

Ich gebe zu, der Mann hat recht
Schon weil er niemals Wäsche wäscht
Ich wünsch, es käm von draußen rein
Ein schönes Weib, das sagt: sei mein

Ich will für dich dein Alles sein
Schon viel zu lang bin ich allein
Und willst auch du mein Alles sein
Dann blink nur mit dem Lämpelein


 13. Der süße Traum

(A)Einsam ist die Nacht
Wenn niemand (F#)Huschelkuschel mit dir macht
Und im (B7)Fernsehen
Tanzt schon(Dm)wieder eine (E)nackte (A)Frau

Ich(C#m7) sehe (G#)nicht mehr hin
Weil ich so (C#m)müde bin
Doch (E7)dann im (F0)Traum
Liegt die (F#m)Nackte (B7)neben (E7)mir

Ich (D)küsse ihren (Dm)Mund
Und ihre (A)Brüste weich und (Amaj7)rund
(F#7)Süßer die Englein nie sangen
(B7)Süßer die (E7)Glocken nie klangen

Und (D)kurz vor dem süßesten Mo(Dm)ment
Passiert, was(A)jeder Träumer (A6)kennt
Die (B0)Traumfrau ver(F#7)pufft
Wie eine(C#7)Seifenblase in der (F#m)Luft(A7)
Und der (D)süße (Dm)Traum (E)ist (A)aus


 14. Das neue Aktmodell Sabine

Das (D)neue Aktmodell Sabine
Zog aus sich mit ver(A7)schämter Miene
Da war der Maler gar nicht froh
Und sprach zu ihr: Was (D)schaun Sie so?

Ach, wissen Sie, ich hab nichts drunter
Na, um so besser! sprach er munter
Dann dauert es nicht mehr so lang
Dem Aktmodell, dem ward es bang

Ach, wissen Sie, ich hab noch nicht
Gestanden nackt bei Tageslicht
Vor einem Mann, der malen kann
Und schaut dabei mich dauernd an

Das ist der Grund wohl, meine ich
Weshalb sie hier besuchen mich
Dafür hab ich Sie engagiert
Drum tun Sie nicht so sehr geniert

Ach, wissen Sie, ich schäme mich
Und das ganz außerordentlich
Ihr Pinsel scheint sich zu bewegen
Von selbst, das macht mich ganz verlegen

Der Maler sprach: Was soll die Scham!
Und wie war gleich nochmal ihr Nam?
Sabine! Sprach das Aktmodell
Mein Nachname ist Bärenfell

Der Maler nahm auch dies zur Kenntnis
Doch hatte er nicht viel Verständnis
Dass sich ein Aktmodell so ziert
Und nur weil's nackt ist, sich geniert

Nun gut, sprach er: Frau Bärenfell
Possiern Sie dort am Bettgestell
Und führen Sie zum Kopf die Hand
Verharren Sie in diesem Stand

Gerade mal eine Minute
Stand sie so, schon sprach die Gute
Ach, sagen Sie, doch bitte sehr
Wie lange dauert's ungefähr

Der Maler sprach: Jetzt reicht es mir!
Bevor die Nerven ich verlier
Ziehn Sie sich an, und möglichst schnell
Auf Wiedersehn, Frau Bärenfell

Sie bückt sich nach dem linken Schuh
Der Maler schaut ihr dabei zu
Ach bleiben Sie, Frau Bärenfell
Ein Weilchen so, das mal ich schnell

Ach, wissen Sie, am Knie es juckt
Wenn ich verharre so geduckt
Und werde dabei angeguckt
So wie Papier, das bunt bedruckt

Der Maler malt mit kühnem Schwung
Es steigt noch die Begeisterung
Zu Ende malt er seinen Akt
Frau Bärenfell noch immer nackt

Ach, wissen Sie, darf sehen ich
Einmal, wie Sie gemalet mich?
Gewiss, dann kommen Sie mal her
Ich hoffe, es gefällt Ihn' sehr

Ach, wissen Sie, das find ich gut
Ihr Bildnis macht mir wieder Mut
Und wenn Sie gute Gage zahlen
Dann dürfen Sie mich wieder malen

Gewiss, ich rufe Sie dann an
Sobald der nächste Akt ist dran
Dann mal ich Sie am Bettgestell
Auf Wiedersehn, Frau Bärenfell

Ach, wissen Sie, es wär' mir lieb
Wenn's zwischen uns beim Sie nicht blieb
Sabine, wie Sie wissen, heiß ich
Doch Ihren Namen noch ich weiß nich'

Tja, wenn Sie meinen, ich heiß Frank
Und übrigens: auch besten Dank
Vergessen Sie nicht Ihre Schuh
Pardon, wir sind doch nun per Du

Ja, also dann, bis nächstes Mal
Du meldest dich auf jeden Fall?
Gewiss, Sabine Bärenfell
Du bist mein bestes Aktmodell





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Alle hier publizierten Texte entstammen der CD "Der mit der Ukulele - Versammelte Werke 2006".