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Zur Durchführung des Unterrichts während der Corona-Pandemie

Liebe Schüler, lieber Eltern. Am 1. September beginnt das neue Unterrichtsjahr. Leider ist die Corona-Pandemie nicht vorbei, aber derzeitig wohl auch nicht so dramatisch, wie sie in den Medien bisweilen dargestellt wird.

Allgemein anerkannt ist mittlerweile, dass Aerosolen in geschlossenen Räumen eine bedeutsame Rolle im Infektionsgeschehen zukommen. Ich folge daher der Empfehlung anerkannter Virologen und Epidemiologen, und werde auch in der kühlen Jahreszeit oft und gründlich lüften, um eine eventuelle Virenlast bestmöglich zu verdünnen, was das Infektionsrisiko erheblich verringern soll.

Weniger bekannt ist hingegen, dass sogenannte Mund-Nase-Bedeckungen, sog. Alltagsmasken, sog. Community-Masken und all die bunten selbstgenähten Gesichtsverhüllungen weder Eigen- noch den vermeintlich solidarischen Fremdschutz gewährleisten - das ist den Informationen der Internetseite des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizin ganz klar zu entnehmen. Die Benutzung derartiger, lediglich "zum privaten Gebrauch" bestimmter Gesichtsverhüllungen wäre demnach rein symbolisch - also unsinnig. Wenn Politiker deren Nutzen nach anfänglicher Leugnung nun zum Gesetz erhoben haben (statt der Bevölkerung richtige Schutzmasken zur Verfügung zu stellen), ist das meines Erachtens nicht nur "unverhältnismäßig", sondern geradezu eine Absurdität, die jedem Sachverstand und wissenschaftlichem Geist ebenso spotten wie gesundem Menschenverstand.

Es sei jedem freigestellt, derartige Gesichtsverhüllungen zu benutzen, so wie es jedem freigestellt sei, homöopathische Medikamente einzunehmen und an deren Wirkung zu glauben. Für mich bleiben Mindestabstand und Hygienestandards das Gebot der Vernunft - so wie für mich selbst die jährliche Grippeimpfung eine Selbstverständlichkeit ist. Ich nehme alle aktuellen Entwicklungen der Pandemie ernst und verfolge aufmerksam den wissenschaftlichen Erkenntnisstand. Ich werde alles in meinen Möglichkeiten stehende tun, damit meine Schüler so gesund und munter bleiben können, wie ich es für mich selbst wünsche. Ich bitte hiermit meine Schüler, künftig auch bei geringen Erkältungssymptomen nicht zum Unterricht zu kommen, bis die Symptome gänzlich verschwunden sind.

Und ich wünsche mir ganz besonders, dass alle Ohren dieser Welt eines baldigen Tages wieder der schönsten Nebensache der Welt - dem Musizieren - gewidmet werden können, anstatt sie zur Aufhängevorrichtung für Kinnwärmer zu reduzieren.


Alexander Wandrowsky
1. September 2020