Meine Uken

Für den Unterricht nutze ich eine in Handarbeit gefertigte Soprano in D-Stimmung (Foto rechts) des deutschen Instrumenteherstellers Brüko aus Kitzingen, Bayern. Neben der sorgfältigen Ausführung des Griffbrettes - das A und O für eine gute Spielbarkeit - bewirkt der gewölbte Boden einen warmen und gleichzeitig brillanten Klang (Nr. 4). Die neueren Ausführungen haben unter anderem verbesserte Mechaniken - auch die neueren Serien (Nr. 5 und 6) sind in bester Qualität.

Für die Bühne nutze ich neuerdings den Prototyp einer neuen Langhals-Ukulele von Brüko (links), aus weißem Ahorn, mit 3/4-Zarge - und wie Nr. 4 (rechts) mit gewölbtem Boden.

Meine Uke
Ukulele Nr. 4 von Brüko
Ein Besuch bei Brüko

Alternativen

Neben einem gutem Sortiment an akkustischen Modellen hat sich die Firma Risa aus Groß-Umstädt, Hessen, auf elektrische Ukulelen spezialisiert - und vertreibt außerdem Originale aus Hawai.

Für die Bühne nutze ich außerdem eine in C gestimmte Soprano von Risa, aus Koa-Holz, sehr zierlich und im klassischen Stil der 1920er gebaut, mit Intarsien verziert, absolut bundrein, spielt sich fast von selbst, klingt akkustisch etwas dünn (leise im Vergleich zur Brüko). Der eingebaute Tonabnehmer macht sie bühnentauglich. Dabei handelte es sich um eine auf 15 Stück limitierte Sonderanfertigung. Etwa 450,- müsste man sonst für eine so kleine Lady locker machen - das ist wohl nichts für Anfänger.



Absolut tabu


Die nach dem Motto "Hauptsache billig"
hergestellten Ukulelen aus asiatischer Produktion haben in der Regell maximal dekorativen Wert. Selbst einige, auf den ersten Blick edel wirkende Modelle der leicht gehobenen Preisklasse weisen inakzeptable Mängel auf: größte Schwachstelle ist das Klirren der gegriffenen Saiten auf den folgenden Bundstäben, was in der Praxis auf Unspielbarkeit hinausläuft.

Bei den meisten Billigimporten aus Ostasien ist die Brücke zu schmal und damit die Klebefläche zu gering. Sind von dieser Fläche auch noch die Löcher für die Saitenbefestigung ausgespart, bietet der völlig ungeeignete Klecks Holzleim nicht mehr genügend Haftung. Selbst als Accesoir in der Schrankwand wird man damit nicht lange Freude haben. Irgendwann des Nachts ist ein seltsames Knacken zu vernehmen, bevor die Brücke der Saitenspannung nachgibt und mit einem Knall das Weite sucht!

Diese Selbstzerstörung kann zwar mit Hilfe von Sekundenkleber repariert werden, doch ein weiterer Mangel dieser "Instrumente" ist damit nicht behoben: Meistens klirren die gegriffenen Saiten auf den folgenden Bundstäben - und von Bundreinheit kann sowieso keine Rede sein. Da Ukulelen im Musikladen von Verkäufern nur selten ernst genommen werden, liegen sie meist auch ungestimmt im Regal. Das Prüfen der Spielbarkeit ist aber nur im gestimmten Zustand und mit der nötigen Ruhe möglich.

Es ist nicht alles Gold, was glänzt! Auch Modelle zu schon Vertrauen erweckenden Preis sind vor den genannten Mängeln nicht gefeit. Hübsche Perlmut-Intarsien (wohl eher aus Plastik) gaukeln Noblesse vor. Ebenso wenig garantiert der Name eines angesehenen Markenherstellers immer Qualität.

Ergo: Wer billig kauft, kauft doppelt! Wer nur mit dem Auge kauft, ist auch nicht besser dran. Bei Reklamationsansprüchen berufen sich Verkäufer heute gern auf das Nachbesserungsrecht nach europäischer Gesetzgebung, anstatt die Ware - wie früher üblich - einfach zurück zu nehmen. Oder Sie werden gleich mit dem Satz konfrontiert: Was haben Sie denn für diesen Preis erwartet!