Neue Meister |
Unter "neue Meister" seien
hier einige der Musiker genannt, die überwiegend seit Beginn des neuen
Jahrhunderts für Aufsehen sorgen. Ob im Blues, Jazz, Pop oder bei
zeitgenössischen Songwritern, immer öfter ist die Ukulele heute
als Begleitinstrument zu hören. Dem "Hype" der letzten Jahre verdankt
sich, dass es für populäre Stars des Shwobizz mittlerweile fast
zum guten Ton gehört, wenigstens einen kleinen Abstecher zur Ukulele
machen. |
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Das Duo Bosko & Honey sorgt von Australien her für eine weltweite Popularisierung der Ukulele, erstens durch ihre Weltreise - Ukulele Safari 2008 - und durch ihre Ukulele Safari Oz in Australien, zu der sie Ende 2009 mittels eines Ukulele-Videowettbewerbes einen Gewinner einluden. Auf diese Weise trafen sie auf etliche Spieler aus aller Welt oder machten diese miteinander bekannt. Ihr Repertoire ist - crossover - zwischen Blues, Folk, Jazz und Weltmusik angesiedelt. Ihre Unternehmungen sind in sehr guter Qualität auf Youtube dokumentiert. |
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Der Belgier Herman Vandecauter - einer der Teilnehmer des Videowettbewerbes - kommt eigentlich von der klassischen Gitarre und von der Barocklaute, seine Spezialität sind daher die Komponisten der Ära Bach - die alte Musik. Im Spätsommer 2010 konnte ich ihn für ein exklusives Konzert zum Ukulele Festival Laubegast einladen. Die Ukulele entdeckte er erst vor zwei Jahren, verriet er mir, doch dafür offenbar mit um so größerer Intensität. Vor allem widerlegt seine Interpretation von Komponisten der Renaissance und des Barock endgültig das Klischee, Ukulelen seien nur Spielzeug für Kinder, aber kein ernst zu nehmendes Instrument.
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Der Kanadier James Hill gehört zweifellos zu den umtriebigsten Ukulele-Aktivisten der Gegenwart, sein Terminkalender ist voll. Bei Konzerten demonstiert er die Vielseitigkeit der Ukulele, zum Beispiel den gleichzeitigen Einsatz zur Akkordbegleitung, Melodiespiel und Percussion! Als Ukulelelehrer denkt er gar darüber nach, einmal ein Lehrbuch für Ukulelelehrer zu verfassen... Er spielt auch Geige und anderes, was Saiten hat, lässt sich vom Cello begleiten und versteht es, die Medien für seine Mission zu begeistern.
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Israel Bruddah Iz
Kamakawiwo'ole (Hawaii, 1959 - 1997) ist in erster Hinsicht eine
außergewöhnliche Stimme, die in einem Körper von
unübersehbaren 340 Kilo steckte. Mit 38 Jahren an seiner Fettsucht
gestorben, wurde er in seiner Heimat sofort zur Kultperson und ging in die
Geschichte der Ukulele ein, besonders mit seinem in Reggae-Stilistik gecoverten
Medley zweier Jazz-Standards - Somewhere over the Rainbow / What a Wonderful
World, veröffentlicht ertsmals 1993. Auf Youtube kursieren seit Jahren
Videos, mittlerweile auch zahlreiche Coverversionen davon. Ein
geschäftstüchtiger Musikverlag erwarb schließlich die Rechte
von einem kleinen Weltmusik-Label und brachte das Original am 3. Sept. 2010
als CD und zum Internet-Download heraus. In der Folge schaffte es der Song
in Deutschland auf Nummer 1 der Charts, was seine Popularität weiter
multiplizierte. Weltruhm post mortem - das Internet macht's
möglich... |
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Taimane Gardner - außerhalb ihrer Heimat Hawaii bis vor einigen Jahren noch ein Geheimtipp, zieht die junge Virtuosin inzwischen alle Register des Showbiz, überzeugt besonders mit feurigen Klassikadaptionen, ist sonst in allen populären Genres von Latin bis Rock'n'Roll heimisch. Und wenn sie dazu geschmeidig wie eine Tigerin über die Bühne gleitet, ist auch das Auge des Betrachters gefesselt. |
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